25.04.2009: SK Ramsau - ASV Piding II 3:1 (0:1)
Hochverdient das Spiel gedreht
Ramsau mit starker Partie und einer treffsicheren Halbzeit gegen Piding
Das 1:1: Flunks weiter Einwurf findet Bergundes Kopf
Ramsau begann erneut leicht verändert und im Vergleich zur Pleite gegen Berchtesgaden schickte Trainer Hillebrand Stefan Votz, Torwart Stefan Köppl und Christoph Gschoßmann von Anfang an aufs Feld. Manuel Leist, Markus Hasenknopf und Roland Kapser fielen allesamt heute aus. Ganz ungleich der letzten Partie waren die SKRler heute sofort von Beginn an bei der Sache und übten Druck auf Pidings Hintermannschaft aus. Waren die Angriffe gegen Berchtesgaden noch aus hohen Bällen in die Spitze resultiert, konnten die Zuschauer heute schönes Passspiel der Ramsauer bewundern, die von hinten heraus versuchten, den Ball laufen zu lassen und mit kurzen Pässen langsam in die gegnerische Hälfte vorzudringen. Gleich von Beginn an resultierte dies in Torgelegenheiten für Ramsau und Richard Hopfinger, heute wieder über links, hatte die erste. Pidings bester Spieler, der hochaufgewachsene Keeper, war jedoch sogleich zur Stelle und erwischte den Schuss des enteilten Ramsauers. In der Folge sahen die Fans einen SKR, der oft und gut über die außen spielte und Pidings überforderte Defensivreihe ein ums andere Mal aushebelte. Besonders über Hopfingers linke Seite lief viel und es kam zu Möglichkeiten für Marcel Bergunde, Franz Palzer und Sturmtank Michael Flunk - doch immer fehlten nur wenige Zentimeter oder Pidings Schlussmann konnte erneut glänzen. Die Gäste waren in der Offensive eigentlich fast nicht existent, und doch spielten sie hin und wieder eine Standardsituation heraus. Eine Ecke von links konnte von der sicher stehenden Defensive um Kapitän Franz Maltan geklärt werden; eine unklare Schiedsrichterentscheidung führte allerdings zu fragenden Blicken auf beiden Seiten - am schnellsten schaltete ein Pidinger, der den Ball postwendend in den SKR-Strafraum drosch, wo man auf Seiten der Gastgeber entsetzt mitansah, wie Pidings Nummer 4 den Ball gefühlvoll per Volleyschuss im linken Eck versenkte - 0:1 (37.). Der Spielverauf war damit komplett auf den Kopf gestellt worden.
In Hälfte zwei ging es weiterhin fast nur in eine Richtung und Ramsau besann sich seiner Stärken und wollte die unverdiente Führung möglichst schnell egalisieren. Doch nach wie vor scheiterten sie entweder am Pidinger Schlussmann oder verfehlten den Kasten der Gäste knapp - besonders Hopfinger hatte bei seinen Schüssen heute Pech. So musste letztendlich ein Standard herhalten, als einer von Flunks langen Einwürfen von Bergunde am kurzen Pfosten ins Tor verlängert wurde - das hochverdiente 1:1 (60.). Der SKR wollte jetzt natürlich mehr und drängte weiter nach vorne - hinten stand die SKR-Abwehr mit den Innenverteidigern Keilhofer und Votz sicher, auch weil Piding immer weniger Offensivaktionen brachte. Ramsau konnte seine Feldvorteile endlich auch in Tore ummünzen: Ein hoher Ball auf Flunk wurde von diesem verlängert und Sturmpartner Gschoßmann versenkte die Kugel am herausstürmenden Torwart vorbei per Volleyschuss aus der Drehung - 2:1 (67.). Die Pidinger konnten auch weiterhin wenig entgegensetzen und Ramsau kam immer wieder, meist über links. So wie in den letzen 4 Partien schon gab es auch heute kein SKR-Spiel ohne Flunk-Tor: Hopfingers Steilpass in den Strafraum wurde von Gschoßmann durchgelassen und Flunk erwischte die Kugel vor seinem Gegenspieler zum 3:1 (75.). Es war bereits die 10. Torvorlage Hopfingers in dieser Saison, der diese Statistik innerhalb des Teams anführt. Ein Tor wollte ihm wie auch seinen Teamkollegen danach leider aber nicht mehr gelingen; ein wuchtiger Kopfball nach einer Bergunde-Ecke an den Pfosten war die beste Gelegenheit, das Spiel endgültig zu entscheiden. Doch auch so war es ein sicherer Sieg: Piding konnte nicht mehr und der SKR ließ es in der Schlussviertelstunde ruhiger angehen.
Kollektiver SKR-Jubel nach dem wichtigen 2:1 - Hopfinger, Torschütze Gschoßmann, Vorbereiter Flunk und Palzer (in blau v.l.)
Die Gäste aus Piding waren wahrlich kein herausragender Gegner, doch konnten sie die Ramsauer aufgrund deren schlechter Torausbeute in Halbzeit eins schon ziemlich ärgern. Der SKR ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen, spielte weiter nach vorne und kam schließlich zu den verdienten Treffern. Bestnoten verdienten sich auf Seiten des SKR Hopfinger und Keilhofer, der hinten gewohnt kompromisslos agierte. Schon am Dienstag (18:30) gibt es das nächste Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Waging, der sicherlich ein anderes Kaliber darstellt als der heutige Gegner.